Äppel-Hotline der IKF
...beim Apfellesen helfen, Bäume zum Ernten anbieten, Äpfel anliefern, Treffpunkt zum Helfen ausmachen...
0176 - 27 85 98 95
Mo.-Fr. 17-20 Uhr, Sa. 9-20 Uhr
(nicht für Apfelwein/Secco/Saftverkauf)
IKF Produktverkauf
an unseren hier angekündigten Verkaufstagen
sowie Kleinmengen Samstags von 10-12Uhr
im Usinger Weg 102.
Natürlich auch am Kelterfest sowie am Erntedankmarkt.
Kelterer haben besonders schlechte Apfelernte eingefahren – Erst zu kalt, dann zu trocken
02. Oktober 2026, Taunus Zeitung
Hochtaunus – Temperaturrekorde und wochenlange Trockenheit – hinter Deutschland liegt ein außergewöhnlicher Sommer. Diese Extreme sind auch an den Apfelbäumen im Hochtaunuskreis nicht spurlos vorbeigegangen. Zum Leidwesen der regionalen Kelterer.
„Die Ernte war extremst bescheiden“, sagt etwa Michael Korwisi. Der frühere Homburger OB ist Vorsitzender der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF), die sich dem Erhalt der 160 Hektar großen Kulturlandschaft in Kirdorf verschrieben hat. „Das ließ sich aber bereits im Vorhinein absehen. Nur an jedem 20. bis 25. Baum hingen überhaupt Äpfel“, schätzt er. „In 20 Jahren IKF war das die schlechteste Ernte.“
Das liege allerdings nicht nur am heißen Sommer. Im Frühjahr sei es nämlich zunächst zu kalt gewesen. „Es gab zwar keinen Frost, aber es sind kaum Bienen oder Hummeln geflogen, die die Blüten bestäuben“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Viele der wenigen Äpfel, die dann dennoch an den Ästen hingen, seien anschließend der Trockenheit oder der Sonne zum Opfer gefallen.
Dass Apfelernten in ihrem Ertrag variieren, sei vollkommen normal, sagt Korwisi. Dies nenne man Alternanz. Vergangenes Jahr hätten sich die Kelterer über eine hervorragende Ernte freuen können. Dass die Bäume dieses Mal weniger Früchte tragen, sei also nicht überraschend. „Aber dass es so wenige sind, ist ungewöhnlich“, sagt Korwisi.
Mittel, um gegen die Trockenheit anzukommen, gebe es kaum. Große Bäume benötigten zu viel Wasser, als dass man alle bewässern könne. Das sei nur bei jungen Bäumen möglich – und im Kirdorfer Feld auch geschehen. Insgesamt 500.000 Liter Wasser hätten die Apfelbaumbesitzer dieses Jahr für circa 1000 junge Apfelbäume auf das Kirdorfer Feld gebracht, sagt Korwisi. Bei Altbeständen helfen lediglich Stroh oder Schafswolle. „Wenn man das um die Bäume verteilt, schützt das den Boden etwas vor dem Austrocknen“, erklärt Korwisi. Mit Blick auf die kommenden Jahre befürchtet Korwisi allerdings weitere schlechte Apfelernten. „Die Wissenschaft sagt ja, dass solche Sommer eher Regel als Ausnahme sein werden.“
Weniger Früchte, mehr Zucker
Vor Beginn der Ernte hatte Korwisi noch auf die Hilfe von privaten Apfelbaumbesitzern gehofft. Diese können sich unter 0176–27859895 bei der IKF melden und ihre Äpfel zur Interessengemeinschaft bringen oder abholen lassen. „In privaten Gärten sind die Bedingungen oft andere als auf dem Feld“, sagt Korwisi. Nur: In diesem Jahr blieben auch die Privatbesitzer nicht verschont. „In den Gärten war die Ernte diesmal genauso schlecht wie auf dem Feld.“
Auch Valentin Steden, einer der Geschäftsführer der Oberurseler Kelterei, stellte sich in diesem Jahr auf deutlich weniger Ertrag als in vergangenen Jahren ein. „Wir rechnen mit etwa 50% der Erntemenge“, hatte Steden noch vor Beginn der Ernte gesagt.
Nun stellt sich heraus: Es kam sogar noch schlimmer. „Es gab Grundstücke, die waren ein Totalausfall. Da hingen vier bis fünf Äpfel an einem Baum“, berichtet der Kelterer. Auf anderen Flächen sei die Ausbeute dagegen deutlich höher gewesen. „Das war allerdings die absolute Ausnahme.“ Insgesamt sei die Ernte damit 60% bis 70% schlechter ausgefallen als in einem Durchschnittsjahr.
Valentin Steden hat die Hoffnung auf Apfelspenden noch nicht aufgegeben: „Alle privaten Apfelbaumbesitzer sollen Äpfel, die sie nicht brauchen, in Keltereien bringen und bloß nicht am Baum hängen lassen.“
In diesem Jahr führe der Ernteausfall wahrscheinlich noch nicht zu großen Problemen für das Unternehmen: „Wir haben noch viel Reserve im Keller. Es kommt aber auch etwas auf den Konsum der Kunden an“, sagt Steden. „Die nächste Ernte sollte dann aber schon besser werden.“
Er setzt dabei auf die Alternanz, also darauf, dass sich gute und schlechte Erntejahre abwechseln. Aber dafür müssten auch die Rahmenbedingungen – wie ein mildes Frühjahr und ein moderater Sommer – mitspielen. In der Kelterei Steden hat man deshalb bereits begonnen, sich auf zunehmend heiße und trockene Sommer vorzubereiten: „Wir haben Sorten angepflanzt, die mit Trockenheit besser umgehen können“, sagt Valentin Steden.
Neben einer schlechten Ernte hatte der heiße Sommer noch eine weitere Auswirkung auf die Kelterei: „Viel Sonne führt zu viel Zucker in den Äpfeln“, erklärt Steden. Die Folge: Die große Menge Zucker wird bei der Gärung auch in große Mengen Alkohol umgewandelt. „Wir haben dieses Jahr also wohl weniger, dafür aber stärkeren Apfelwein“, so Stedens Resümee mit einem Augenzwinkern.
FELIX FEHRE
Bad Homburg, 21. September 2026 – September ist Hochsaison für die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF). Um diese Zeit wird geerntet, verarbeitet und gekeltert. Dafür erhält das Team in diesem Jahr Unterstützung von der Stiftergemeinschaft der Taunus Sparkasse. Denn sie spendet der guten Tradition folgend die Erträge ihres Stiftungskapitals und setzt sie für eine sinnvolle Initiative in der Region ein.
Meinhard Matern, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bad Homburg und Kuratoriumsmitglied der Stiftergemeinschaft der Taunus Sparkasse, weiß um die Arbeit, die in der Betreuung von Streuobstwiesen steckt. Sein Vorschlag war es, die Erträge des Gründungskapitals der Stiftergemeinschaft aus dem vergangenen Jahr an die IKF zu spenden. Gemeinsam übergab er heute mit Markus Franz, Mitglied des Vorstands der Taunus Sparkasse, die Spende in Höhe von 1.084,46 Euro an Michael Korwisi, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg und Vorstandsvorsitzender der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld.
„Die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld schafft in Bad Homburg Raum für Natur, Landwirtschaft und Erholung. Wir freuen uns, einen Beitrag zur Pflege dieser grünen Oase zu leisten und die IKF in ihrer Arbeit zu unterstützen“, sagt Meinhard Matern.
„Unsere Arbeit hier ist vielfältig. Wir betreuen Naturschutzgebiete und Streuobstwiesen und keltern hier vor Ort in Kirdorf. Wir freuen uns, dass die Stiftergemeinschaft der Taunus Sparkasse uns dabei unterstützt“, sagt Michael Korwisi.
„Das Kirdorfer Feld ist ein Stück Bad Homburger Heimat. Und das verdankt es Menschen, die sich mit Herzblut und Hingabe für diese besondere Landschaft einsetzen. Das unterstützen wir gerne“, sagt Markus Franz.
Hintergrund Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld:
Die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld setzt sich für den Erhalt und die Pflege des Kirdorfer Feldes ein. Das Gebiet ist für Bad Homburg von besonderer Bedeutung und verbindet Naturschutzgebiete, landwirtschaftlich geprägte Flächen und Naherholung.Die Arbeit der Interessengemeinschaft trägt dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Landschaft zu stärken und ihren Charakter auch für kommende Generationen zu bewahren. Die Spende der Stiftergemeinschaft erreicht die IKF gerade richtig zu deren 20-jährigem Jubiläum, das am kommenden Wochenende im Rahmen des Kelterfests am IKF-Vereinshaus zwei Tage lang gefeiert wird.
Hintergrund Stiftergemeinschaft der Taunus Sparkasse:
Die Stiftergemeinschaft der Taunus Sparkasse bündelt bürgerschaftliches Engagement und ermöglicht es, mit eigenen Vermögen langfristig Gutes zu bewirken. Auf diese Weise können unterschiedliche Projekte und Organisationen in der Region unterstützt werden, ob bei der Gründung einer Stiftung oder bei der Weiterentwicklung. Die Stiftergemeinschaft bietet dadurch eine Möglichkeit, gesellschaftliches Engagement dauerhaft zu fördern und gleichzeitig regionale Initiativen zugunsten des Gemeinwohls zu stärken.
19. Kelterfest der IKF am 26. und 27. September
Am letzten Septemberwochenende findet traditionell das Kelterfest der IKF statt. Für den 26. und 27. September laden die Naturschützer aus Kirdorf Freunde und Interessierte zu ihrem Fest am Vereinshaus im Usinger Weg 102 ein.
Das Fest beginnt am Samstag und am Sonntag jeweils um 11.00. Uhr. Am Samstag wird um 11.00 Uhr in einer kleinen Feierstunde das 20-jährige Bestehen der IKF gefeiert. Oberbürgermeister Alexander Hetjes hat sich als Gast angekündigt und wird zu den Besuchern des Kelterfests sprechen. Weitere Prominenz hat sich angesagt.
Am Sonntag gibt es ab 12.00 Uhr wieder die beliebte Erbsensuppe der Freiwilligen Feuerwehr Bad Homburg-Stadt solange der Vorrat reicht.
Natürlich wird die historische Kelter der IKF wieder als Hauptattraktion in Betrieb sein, und neben frisch gepresstem Süßen gibt es Apfelwein, Apfelsaft, Secco und Apfelsekt. Zum Mitnehmen außerdem die beliebten Fruchtaufstriche auf Apfelbasis. Wer Süßen mit nach Hause nehmen möchte, sollte möglichst entsprechende Behältnisse mitbringen. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Die IKF-Grillmeister bereiten klassische Bratwürste zu, ebenso Wildschweinbrat- und Rindswürste. Außerdem gibt es leckeren Zwiebelkuchen und frisch gebackene Brezeln. An beiden Tagen ist die große IKF-Kuchentheke ab 14.00 Uhr geöffnet.
Für die ganz jungen Besucherinnen und Besucher wird an beiden Tagen die Kinderkelter in Betrieb sein und am Sonntag um 10.30 Uhr startet, gemeinsam organisiert von IKF und Deutscher Leasing der Apfel-Kinder-Lauf durch Kirdorfer Feld für Kinder zwischen 5 und 13 Jahren in drei Altersgruppen. Anmeldung über die Homepage der IKF
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