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 Äppel-Hotline der IKF

 

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(nicht für Apfelwein/Secco/Saftverkauf)

TZ Kelterfest Bild 1 printTaunuszeitung vom 1.10.2018, Carla Marconi

Beim 13. Kelterfest der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF) ließen sich wieder zahlreiche Besucher den frischen Süßen sowie den diesjährigen Rauscher schmecken. Auch konnten sie die Apfelernte, die in diesem Jahr aus zuckersüßen Früchten bestand, bei ihrer Weiterverarbeitung beobachten.

Je süßer die Äpfel desto stärker der Apfelwein. Dies ist eine Weisheit, die wohl jeder, der schon einmal gekeltert hat, kennt. Und dies wird voraussichtlich auch der Fall beim diesjährigen Apfelwein der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF) sein. Denn: „Durch den langen, heißen Sommer sind die Früchte zuckersüß und haben eine Superqualität“, freut sich Fred Biedenkapp, Vorsitzender der IKF, beim 13. Kelterfest der Gemeinschaft.

„Der aktuelle Apfelwein wird sicherlich einen Alkoholgehalt von über acht Prozent haben, denn der Zucker wird in Alkohol umgewandelt“, erläutert Biedenkapp weiter. Normalerweise hat Apfelwein so um die sieben Volumenprozent. Insgesamt konnten die IKF-Helfer in den letzten Wochen rund 10 Tonnen Äpfel sammeln, die am Samstag und Sonntag unter den gespannten Augen zahlreicher Besucher gepresst und in Kanister abgefüllt werden. Unter ihnen auch der fünfjährige Leonhard, der das Prozedere ganz genau beobachtet. „Ich habe auch Äpfel gesammelt“, erzählt der Steppke und fügt hinzu, dass er bereits in der Kita erfahren habe, wie man aus Äpfeln Saft macht. Dennoch scheint die vier Tonnen schwere Kirdorfer Kelter den kleinen Jungen zu faszinieren und er verfolgt den „Werdegang“ der Früchte ganz genau.

TZ Kelterfest Bild 2 printAb ins Maische-Werk
Bevor diese mit einer Spindel nach oben in das imposante Maische-Werk katapultiert werden, müssen sie zwei Mal gewaschen werden. „Das Wasser ist ja ganz schmutzig“, wundert sich Leonhard und betrachtet dann die geschredderten Obststücke, die in ein Tuch eingewickelt werden. Diese schichten die Helfer übereinander, dann pressen sie Flüssigkeit aus ihnen. „Wow“, zeigt sich der Junge begeistert, als er sieht, wie der Saft durch einen Schlauch in die übereinander geschichteten Kanister fließt.

10 Tonnen = 6000 Liter
„Aus den 10 Tonnen produzieren wir so an die 6000 Liter Apfelwein“, sagt der Vorsitzende. Beim Kelterfest jedoch genießen die Gäste vor allem frischen Süßen und Apfel- oder Birnenrauscher. „Wir hatten in diesem Jahr durch den heißen Sommer so viele Birnen, dass wir uns entschlossen haben, erstmals auch einen reinen Rauscher aus Birnen anzubieten“, führt Fred Biedenkapp weiter aus.

Der Renner beim traditionell sonnigen Kelterfest ist jedoch ohne Zweifel der frische Süße. Entweder wird er gleich vor Ort getrunken oder nach Hause mitgenommen oder beides. Ralf Gehrsitz, Vorsitzender des Club Humor, beispielsweise hält einen zwei-Liter-Kanister in der Hand und lässt sich diesen mit Süßen füllen. „Ich komme jedes Jahr her und hol mir den Süßen, denn ich wohne hier um die Ecke“, so der 53-Jährige. Als Kirdorfer sei es eine Selbstverständlichkeit, solche Aktionen der IKF zu unterstützen, sagt er und macht sich mit dem aufgefüllten Kanister in der Hand auf den Heimweg.

Mit Zimt oder Quitte
Seit diesem Jahr unterstützt auch Susanne Hett die IKF und ist begeistert von der „großartigen Arbeit der Interessengemeinschaft“. Bei ihrem ersten Standdienst bietet sie Apfelgelee mit allen möglichen Beigaben wie Zimt oder Quitten feil. Insgesamt 1500 Gläser wurden für das Kelterfest erstellt. „Die werden aber nicht ganz bis zur nächsten Ernte reichen“, prognostiziert der Vorsitzende. So bleibe er immer etwas Besonderes. Etwas Besonderes und erstmals im Angebot der IKF ist auch Apfelsekt. Bisher hatten die Kirdorfer lediglich den etwas lieblicheren Apfelsecco im Sortiment, der Sekt ist nun ohne Zugabe von Kohlensäure, denn diese würde er durch die Winzerart von sich aus produzieren. Zudem sei er trockener. Und die ersten Probanden zeigen sich begeistert von dem Schaumwein. So hat der Neuling das Zeug dazu, es in das feste Repertoire der IKF schaffen.

Apropos schaffen: Sollte es mit den Bauarbeiten der IKF-Halle so gut weitergehen wie bisher, wird das nächste Kelterfest vielleicht schon vor dem Neubau gefeiert, hofft Fred Biedenkapp. So könne man die Gäste mal richtig ins Feld locken, zudem gebe es dort genügend Parkmöglichkeiten und natürlich werde man weiterhin Fahrten mit dem Planwagen durchs Kirdorfer Feld anbieten. „Das wird sicher toll“, verspricht der Vorsitzende.

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Taunuszeitung vom 1.10.2018

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