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TZ 2016 11 04Taunuszeitung vom 02.11.2016, von MARC KOLBE

Die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld will im Usinger Weg ein Multifunktions-Gebäude errichten. Dabei hofft man auf Unterstützung der Stadt – und hat einen interessanten Deal parat.

Bad Homburg. Momentan ist das Vereinsleben der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF) ein wenig beschwerlich. Der Apfelwein lagert im Eiskeller unter dem Schwesternhaus, die Kelter steht in der Alten Feuerwache in der Schwalbacher Straße und weitere Gerätschaften und Lagerflächen sind auf diverse Verschläge und Scheunen im Feld verteilt. Einen wirklichen Vereinsraum gibt es nicht. Doch das soll sich nicht nur ändern, das muss sich sogar ändern – denn ganz am Ende ist auch die IKF von einer Entwicklung betroffen, die die TZ einst als den „Mega-Deal“ bezeichnete.
Der groß angelegte Grundstückstausch zwischen dem Kreis und der Stadt Bad Homburg sieht nämlich auch vor, dass der Kreis auf der Fläche der alten Feuerwache die neue Maria-Scholz-Schule errichtet. Zwar steht noch nicht genau fest, wann die Abrissbirne anrückt, doch der kluge Mann (Verein) baut schließlich vor. Und daher haben sich die Mannen (und Frauen) der IKF ein Grundstück am Usinger Weg gesichert – in direkter Nachbarschaft zu den Schützen. Zwischenzeitlich wurde bereits gemeinsam mit dem Kirdorfer Architektenbüro „kreateam“ eine Entwurfsplanung für einen Neubau er- und eine Bauvoranfrage gestellt.


Gestern haben der Vorsitzende der IKF, Fred Biedenkapp, sein Stellvertreter Michael Korwisi und Dietmar Schäfer von „kreateam“ die Planungen für den Neubau vorgestellt. Eines wurde schnell klar: Das Gebäude soll mehr als nur ein „schnödes“ Vereinsheim werden. „Es soll eine Landmarke werden, die stellvertretend für die größte zusammenhängende Streuobstwiese in Hessen steht“, erklärte Architekt Schäfer. Von der Gebäudetypologie hat man sich von einem Speicherbau inspirieren lassen. Das auf dem Kopf stehende L wird im Erdgeschoss eine 180 qm große Halle beherbergen. Hier sollen die vereinseigene Kelter, die Traktoren und sämtliche weiteren Gerätschaften eine Heimat finden. Zudem soll dort auch Platz sein, um Laternenfestwagen zusammenzubasteln. Ebenfalls im Erdgeschoss: Ein Vereinsraum und ein kleiner Hofladen, in dem die IKF zu besonderen Anlässen ihre zahlreichen Produkte (siehe ZUM THEMA) anbieten will.
Im schlankeren Obergeschoss mit seinem Scheunendach sind ein großer, teilbarer Veranstaltungs- und Seminarraum, eine Küche, Lagerräume sowie eine Terrasse vorgesehen. Im ausbetonierten Keller schließlich sind Lagerräume für Äpfel und die weiteren Produkte der IKF vorgesehen.
Geht es nach den Hütern des Kirdorfer Feldes, soll schon im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten begonnen werden. Dafür ist allerdings ein Finanzierungsplan notwendig – und daran ist man bei der IKF noch am Arbeiten. Angesetzt sind rund 1,2 Millionen Euro, wobei man bereits einen Zuschuss über 300 000 Euro vonseiten der Stadt in der Tasche hat. „Wir hoffen, diesen Zuschuss auf die Hälfte der angesetzten Kosten auszuweiten“, erklärt Biedenkapp, der diesbezüglich bereits Gespräche mit den Fraktionen aus dem Homburger Parlament aufgenommen hat. Die andere Hälfte will man über Sponsoren und eigene Mittel aufbringen.
Bei der IKF glaubt man, was die Zuschüsse angeht, gute Argumente zu haben. So will man beispielsweise den Seminarraum auch anderen Vereinen zur Verfügung stellen. Und in der Lagerhalle soll auch Platz für andere Laternenfest-Wagenbauer geschaffen werden. Zudem soll im Erdgeschoss eine behindertengerechte Toilette mit barrierefreiem Zugang inklusive Außenaufzug errichtet werden, die später auch vom Homburger Schützenverein genutzt werden soll. „Es wäre die erste und einzige öffentliche barrierefreie Toilette im Sportzentrum Nord-West“, betont Biedenkapp.
Doch damit nicht genug: Im Gegenzug zur Förderung bietet die IKF an, alle städtischen Grundstücke im Kirdorfer Feld 20 Jahre lang kostenfrei fach- und sachgerecht zu pflegen. Biedenkapp: „Inklusive des Apfelbaummuseums dürfte das pro Jahr rund 25 000 Euro an Einsparung für die Stadt bringen.“

Zum Thema: 50 Tonnen Äpfel

Freunde des alljährlichen Kelterfestes am Kirdorfer Kreuz kennen und lieben das Angebot der IKF. Es versteht sich von selbst, dass sich alles um den Apfel dreht. Rund 50 Tonnen der Paradiesfrüchte werden Jahr für Jahr verarbeitet. „Ein Teil wird zu Apfelsaft gepresst“, erklärt der Vorsitzende Fred Biedenkapp. Er schätzt, dass sein Verein rund 6000 Liter herstellt. Weit mehr als die doppelte Menge wird an Apfelwein hergestellt, der im Eiskeller unter dem Kirdorfer Schwesternhaus verkauft wird. Hinzu kommen etwa 10 000 Apfelsecco und 3000 Liter Süßer. Und dann wären da ja noch die Apfelgelees – mal mit Zimt, mal mit Calvados –, von denen etwa 1500 Gläser im Jahr eingekocht werden. Lange Zeit hat man die Gelees in der GaG produziert, zurzeit nutzt man die Küche des DRK – und hoffentlich bald die Profiküche im Neubau am Kirdorfer Feld. col

 

Taunuszeitung
Ausgabe vom 2.11.2016

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